12.02.2015

Ausstellungseröffnung in Klagenfurt

„Die Gerechten – Courage ist eine Frage der Entscheidung“ Ausstellungseröffnung in Klagenfurt

„Und denen will ich ... ein Denkmal (Yad) und einen Namen (Shem) geben; einen ewigen Namen, der nicht vergehen soll.“ (Jesaja 56, 5)

Mit diesem Bibelzitat, das den Namen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem erläutert, eröffnete Kärntens Bischof Dr. Alois Schwarz am 12. Februar 2015 die „Gerechten“-Ausstellung der Österreichischen Freunde von Yad Vashem im Diözesanmuseum Klagenfurt.


Mehr als 100 interessierte Gäste aus Politik, Kirche, Kultur und Wissenschaft nahmen an der Feier teil, unter ihnen auch der Generalsekretär des Zukunftsfonds, Prof. Herwig Hösele, Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger sowie die Bürgermeister von Klagenfurt und Villach, Christian Scheider und Helmut Manzenreiter.

Diözesanbischof Schwarz bezeichnete in seiner Eröffnungsrede die Präsentation der Ausstellung als „Dienst gegen das Vergessen“ und bedankte sich bei den Organisatoren für die Möglichkeit, die Ausstellung in Klagenfurt zeigen zu können.
Keine Träne, kein Leid werde jemals vergessen werden, aber auch nicht das viele stille, verborgene Gute, das es inmitten des Grauens gegeben habe. Man solle den eigenen Mut stärken und Freund der Gerechten sein, denn Zivilcourage sei auch heute gefordert, betonte der Bischof.

 

Der Vorsitzende der Österreichischen Freunde von Yad Vashem, Günther Schuster, unterstrich in seiner Rede das Anliegen der Ausstellung, die Namen derer bekannt zu machen, die unter Einsatz ihres eigenen Lebens das ihrer jüdischen Mitbürger gerettet hatten. Er wies auf den Einfallsreichtum und die außerordentliche Courage der Retter hin, die unter höchster Lebensgefahr und auf abenteuerliche Weise halfen und nach dem Ende des Krieges dafür oftmals Repressalien ausgesetzt waren.

 

In einem vom Ausstellungskurator Univ. Prof. Dr. Albert Lichtblau geführten Interview erzählte die Überlebende Angelica Bäumer von ihrer Rettung durch Pfarrer Balthasar Linsinger. Sowohl Dr. Lichtblau als auch Prof. Bäumer verliehen ihrer Überzeugung Ausdruck, dass jeder aus der Geschichte Schlüsse ziehen und im Alltag Zivilcourage zeigen solle.

Im Anschluss an die Eröffnung führten Dr. Lichtblau sowie Ulrike Schuster durch die einzigartige Ausstellung. Mit einem kleinen Imbiss und guten Gesprächen klang die Feier aus.